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Wettkampfregeln

ARTIKEL

  1. Wettkampfflaeche
  2. Ausruestung
  3. Judoanzug
  4. Hygiene
  5. Kampfrichter und Offizielle
  6. Position und Funktion des Kampfrichters
  7. Position und Funktion der Aussenrichter
  8. Handzeichen
  9. Kampfbereich (gültige Fläche)
  10. Dauer des Kampfes
  11. Zeitunterbrechung
  12. Zeitsignal
  13. Osaekomi-Zeit
  14. Technik, die mit dem Zeitsignal zusammenfaellt
  15. Beginn des Kampfes
  16. Uebergang zu Newaza (Bodenarbeit)
  17. Anwendung von Mate (Warten)
  18. Sono-mama
  19. Ende des Kampfes
  20. Ippon
  21. Waza-ari
  22. Waza-ari awasete Ippon
  23. Yuko
  24. Osaekomi-waza
  25. Verbotene Handlungen und Strafen
  26. Nichtantreten und Aufgabe
  27. Verletzung, Krankheit oder Unfall
  28. Situationen, die von den Regeln nicht erfasst sind

Kampfrichterhandbuch

Anti-Doping



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IJF /

Annex 022012

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Wettkampfregeln 2013 - 2016 [1]

(Beschlossen von der IJF am 02.12.2012 in Tokyo, veröffentlich auf der ihrer Homepage am 09. und 11.12.2012)

  • Annex 012013 mit Ergänzungen veröffentlicht am 24.02.2013[2]
  • Bitte beachtet Annex 022013 mit weiteren Ergänzungen, die mit 1. Jänner 2014 in Kraft treten.

Die folgenden Punkte werden ab dem Grand Slam 2013 in Paris bis zu den Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro (einschließlich) erprobt:

Kampf- und Außenrichter:
Der Kampf wird nur von einem Kampfrichter auf der Matte beurteilt, unterstützt durch einen Kampfrichter mit einem Funk-Kommunikationssystem beim Tisch der Videoüberwachung und durch ein Mitglied der Kampfrichterkommission oder einem anderen Kampfrichter. Die IJF-Jury wird sich nur einmischen, wenn sie es für notwendig erachtet.

Warum?
Zur Frage: Wird es nur mehr einen Kampfrichter zur Beurteilung das Kampfes geben? Die Antwort ist eindeutig nein. Es werden immer drei Personen sein. Nur die Verteilung der Rollen ändert sich. Anstelle von drei Kampfrichtern auf der Matte wird nur ein Kampfrichter auf der Matte sein und ein Kampfrichter sitzt am Tisch mit dem Video. Er wird unterstützt durch ein Mitglied der Kampfrichterkommission oder einem anderen Kampfrichter, mit Fachkenntnissen im Umgang mit der Video-Auswertung. So wird es weiterhin drei Personen zur Beurteilung des Kampfes geben. Die IJF-Jury wird nur in außergewöhnlichen Situationen eingreifen. Der einzige Zweck dieses Ansatzes ist es, sicherzustellen, dass der Kämpfer, der tatsächlich den Kampf gewonnen hat, auch als Sieger die Tatami verlässt. Zum Zwecke einer direkten und klaren Kampfbeurteilung auf der Matte, mit einem einzigen Kampfrichter, unterstützt von einem anderen Kampfrichter oder Mitglied der Kampfrichterkommission, müssen die Dinge durchsichter gemacht werden. Unter den Kampfrichtern wird eine Rotation vereinbart, um die Fairness zwischen den Kämpfern und eine optimale Erholung der Kampfrichter sicherzustellen. Die Kampfrichter werden an der Video-Auswertung direkt beteiligt sein.

Technische Beurteilung:
IPPON: Um die Bedeutung anzuheben "sollen nur Techniken berücksichtigt werden, die eine tatsächliche Landung auf der Matte mit dem Rücken beinhalten".

Warum?
Per Definition ist ein klarer Ippon eine Bewegung mit Kraft, Schnelligkeit und Kontrolle auf den Rücken. Es wird eine Rückkehr zu dieser Definition angestrebt, um jeden Kämpfer eine größere Bedeutung für diese Zielsetzung zu geben: Um mit Ippon zu punkten. Solange das Ziel klar definiert ist, ist Judo ein Zuschauersport.

Landungen in der Brücken-Position:
Alle Situationen einer Brückenlandung werden mit Ippon bewertet.

Warum?
Da jeder Versuch, in einer Brücken-Position zu landen, um es zu vermeiden, geworfen zu werden, (für UKE - derjnige, der geworfen wird) als eine gefährliche Technik betrachtet wird, wird dies als Ippon für TORI (derjenige, der eine Wurftechnik ausführt) gewertet.

Bestrafungen:
Während eines Kampfes gibt es drei (3) Shidos und die vierte Strafe ist ein Hansoku-make (3 Verwarnungen und dann die Disqualifikation).
Shidos werden nicht dem anderen Kämpfer als Punkte zugeschrieben, nur technische Wertungen können als Punkte auf der Anzeigetafel aufscheinen.
Wenn am Ende eines Kampfes der Punktestand unentschieden ist, gewinnen die wenigsten Shidos.
Wird der Kampf im Golden Score verlängert (wegen eines Unentschiedens), verliert derjenige, der als erstes Shido, oder gewinnt derjinge, der als erster eine Wertung für eine Technik erhält.

Warum?
Um zu verhindern, dass versucht wird eine zunehmende Anzahl an Wettkämpfen mit Strafen, an Stelle von Wertungen, zu gewinnen und, um das Gleichgewicht zu Gunsten der Wrtung durch eine Judo-Technik wieder herzustellen, wird die Philosophie des Bestrafens völlig verändert. Es wird weiterhin Strafen geben und nach der vierten wird der Athlet diesqualifiziert, so wie es jetzt schon der Fall gewesen ist. Allerdings gibts keine Paralelle mehr zwischen den Wertungen (Yuko, Waza-ari) und Strafen. Der Vorteil liegt beim Kämpfer, der angreift und punktet. Gibt es keine Wertung (kein technischer Vorteil), gewinnt derjenige mit den wenigsten Strafen. Nochmals, dies bringt dem Kämpfer einen Vorteil, der am meisten versucht, Techniken anzuwenden und am wenigesten "Anti-Judo" ausübt.

Bestrafung mit Shido:
  • Den Griff mit zwei Händen zu lösen.
  • Dem Cross-Griff muss ein sofortiger Angriff folgen. Es wird dieselbe Regel wie für das Ergreifen des Gürtels oder einseitiges Fassen angewendet.
    Die Kampfrichter sollen die Kämpfer streng bestrafen, die nicht rasch in einer Kumi-kata greifen, oder die versuchen, das Greifen des Gegners zu verhindern.
  • Umklammern des Gegners, um diesen zu werfen (Bärenklammer).

Warum?
Der Griff (Kumi-kata) ist ein Teil des Judo-Wettkampfes. Es ist logisch und notwendig, dass man die beste Kumi-kata sucht, um eine schöne Technik auszuführen. Aber zu verhindern, dass der Gegner greift, wenn dieser nicht unmittelbar angreift ist nicht konstruktiv. Kürzlich wurde festgestellt, dass das Blocken des Gegners in vielen Kämpfen vorherrschender wird, das führt zu langen und langweiligen Kämpfen. Um das zu korrigieren, wurde diese Entscheidung getroffen. Das Ziel ist nicht, die Arbeit an der Kumi-kata zu verhindern, sondern eher aktiver und konstruvier zu machen.

Bestrafung mit Hansoku-make:
  • Alle Angriffe in Tachi-waza mit einer oder beiden Händen oder mit einem oder beiden Armen unterhalb des Gürtels.

Warum?
Wie bereits erwähnt, ist im Judo das Erreichen eines Ippon das Ziel. Dazu gibt es viele Möglichkeiten, welche Judo, trotz einer technischen Aktivität, zu einem spektakulären Sport machen. Um es verständlicher zu machen, ist eine größere Klarheit erforderlich, durch die Judoka selbst, um es für die Kampfrichter einfacher zu machen, aber auch zugänglicher für das Publikum zu machen. Der direkte Griff zum Bein wurde in den letzten Jahren im Judo verboten. Die Auswirkungen liegen auf der Hand: einige Techniken verschanden zugunsten wiederkehrender, spektakulärer Bewegungen, die auf Grund der Körperhaltung der Kämpfer nicht ausgeführt werden konnten. Für den Cross-Griff wurde beim direkte Ergreifen des Beines eine Ausnahme gemacht, das das Schiedsen manchmal doch etwas kompliziert machte, trotz Unterstützung der Video-Analyse. Jeder blockierender Angriff unterhalb des Gürtels während der Standposition, wird nun schlechthin ohne Ausnahme mit Hansoku-make bestraft.

Osaekomi, Kansetsu-waza und Shime-waza:

  • Wird auch außerhalb der Kampffläche forgesetzt, solange Osaekomi innen angesagt wurde.
  • Osaekomi von 10 Sekunden erhält Yuko, 15 Sekunden Waza-ari und 20 Sekunden Ippon.
    Kansetsu-waza und Shime-waza, die innerhalb der Kampffläche begonnen wurde und beim Genger eine Wirkung zeigt, kann auch fortgesetzt werden, wenn die Kämpfer außerhalb der Kampffläche sind.

Warum?
Auf Grund der Tatsache, dass im Stand innerhalb der Kampffläche begonnen und außerhalb beendet werden kann (mit einer Wertung), aber dies im Boden nicht gültig ist, fehlt die Einheitlichkeit. Ab dem Pariser Grand Slam kann ein Haltegriff komplett außerhalb der Kampffläche abgeschlossen werden. Die einzige Möglichkeit, den Haltegriff zu unterbrechen, ist die Befreiung daraus. Alleine das Verlassen der Kampffläche ist nicht ausreichend. Das gleiche gilt für Hebel- und Würgegriffe. Solange sie eindeutig innerhalb der Kampffläche angesetzt wurden (ausgestreckter Arm, angesetzter Armhebel oder Würgegriff), können sie draußen abgeschlossen werden. Wenn der Arm nicht gestreckt oder nicht gewürgt wird, wird der Kampf unterbrochen und aus dem Stand neu gestartet.
Die Unterbrechnung wird verkürzt, um den Kampf dynamischer zu machen. Tatsächlich sind für einen Haltegriff die ersten 10 Sekunden am entscheidensten. In den meisten Fällen gibt es nach 10 oder 15 Sekunden nur eine geringe Chance, sich zu befreien.

Kadetten - U18:
3 Jahre für Kadetten (dieser Vorschlag kann überdacht werden).
Kansetsu-waza wird für Kadetten zugelassen.

Warum?
Um diese Alterskategorien unter anderem mit Veranstaltungen wie den Olympischen Jugend Spielen zu harmonisieren, werden für Kadetten 3 Jahre eingeplant. Auf der Grundlage von durchzuführender Studien (insbesondere über die medizinischen Auswirkungen), kann der Vorschlag abgeändert werden.
Viele der Kadetten stehen am Anfang ihrer internationalen Karriere. Daher scheint es offensichtlich, um sich auf die Junioren vorzubereiten, dass sie Armhebel ausüben können. Tatsächlich starten sie so bald als möglich bei den Junioren und die Athleten können an Seniorenmeisterschaften teilnehmen. Daher müssen sie vorbereitet sein.

Junioren - U21:
3 Jahre für Junioren (erweitert um 1 Jahr)

Warum?
Zur Harmonisierung der Alterskategorien.

Verbeugung:
Beim Betreten des Tatami-Bereiches sollen die Kämpfer gleichzeitig bis zur Kampffläche gehen und innherhalb der Kampffläche sich zueinander verbeugen.

Die Kämpfer dürfen sich VOR Beginn des Wettkampfes nicht die Hände schütteln.

Warum?
Judo ist eine Sportart, deren Werte weltweit bekannt und anerkannt sind. Im Judo gibt es eine "Zeremonie", die von jedermann annerkannt und Teil der DNA unseres Sportes ist. Sie muss respektiert werden. Sie ist ein Symbol für unseren moralischen Kodex und es wird davor gewarnt, davon abzutreiben. Daher werden die Kämpfer ersucht, die Verbeugungszeremonie wirklich zu respektieren, so wie sie seit der Erfindung des Judo definiert ist. Ab Beginn des Kampfes ist kein anderes Zeichen als die Verbeugung erlaubt. Am Ende des Kampfes, nach der Verbeugung, düfen sich die Kämpfer die Hände schütteln und sich mit Respekt gratulieren.

Dauer des Kampfes:

  • Es gibt kein Zeitlimit für den Golden Score (Hantei wird abgeschafft).

Warum?
Neuerdings, darüber sind wir uns einig, enden viele Kämpfe im Golden Score mit einer Schiedsrichterentscheidung. Gemeinsam mit dem Ende des Kampfes (in Hinblick auf die Schiedsrichterentscheidung) verlassen sich einige Kämpfer auf die Flagge, um zwischen ihnen eine Entscheidung zu treffen, während der Ippon das Ziel im Judo ist und bleib, oder zumindest eine erzielte Wertung. Um dies zu vermeiden, wurde beschlossen, die Flaggenentscheidung (Hantei) abzuschaffen. Der Golden Score ist nun "offen" bis ein Kämpfer eine Wertung oder eine Strafe erhält und die Entscheidung nur auf den technischen Leistungen der Judoka gefällt wird.

Abwaage:
Die Abwaage der Athleten wird einen Tag vor den Wettbewerben um 19:00 Uhr anberaumt. Am Morgen vor dem Wettbewerb findet während der Judogi-Kontrolle vor dem esten Kampf eine weitere Abwaage statt, um die Auswirkungen dieser neuen Bestimmung über das Gewicht der Athleten während des Bewerbes zu beurteilen. Sollten die gesammelten Daten weitere Erprobungen erfordern, werden diese erfolgen. Wenn ein Kämpfer über einer bestimmten prozentuellen Gewichtstoleranz liegt, wird ein Verfahren durchgeführt. Innerhalb seiner Kategorie findet eine ärztliche Untersuchung statt (Ermittlung des Gewichts durch einen Sportmedizinier).

Warum?
Seit vielen Jahren ist es ein wichtes Thema im Zusammenhang mit der Gesundheit der Athleten. So wie sie heute organisiert sind, zwingen die Gewichtskontrollen die Kämpfer früh oder sehr früh aufzustehen und manchmal zu drastische Diäten in den letzten Minuten. Die Organisaiton der Gewichtsklassen am Tag vor den Wettkämpfen ist aus experimentellen Gründen geschehen. Es wird festgestellt, ob es sinnvol ist und hilft, die Athleten vor Verletzungen im Zusammenhang mit zu restriktiven Gewichtsmaßnahmen zu schützen. Der Test wird durch das medizinische Personal der IJF streng befolgt. Jederzeit wird der Test gestoppt, falls die Beobachtungen nicht positiv sind. Vom Beginn des Experimentes werden "Gewichtskontrollen" während der Judogi-Kontrolle durchgeführt, um festzustellen, ob die Gewichtszunahme während der Nacht mit den Gewichtsklassen übereinstimmt. Athleten und Trainer werden gebeten, die Veränderungen in der Vorbereitung auf den Wettkampf zu erklären. Dieses neue Verfahren soll dazu beitragen, den Wettkampftag für die Athleten und Trainer, aber auch für die Organisatoren, zu verkürzen. Es muss auch die Gesundheit der Athleten geschützen.

Zusammensetzung der Delegationen für die Einzel-Weltmeisterschaften und Kontinentalmeisterschaften:
Insgesamt 9 Nennungen für Männer und 9 Nennungen für Frauen.
Maximal 2 Athleten pro Gewichtsklasse für Männer und ebenso für Frauen.
Gesamtdelegation Männer und Frauen, maximal 18 Athleten.
Für Kadetten und Junioren geleten die gleichen Prinzipien für die Zusammensetzung der Delegation.

Warum?
Die nationalen Verbände haben die Möglichkeit, zwei Athleten pro Gewichtsklasse für die Weltmeisterschaften sowie für die kontinentalen Meisterschaften zu nennen. Dieses Verfahren hat sich sowohl in der Anzahl der Kämpfer, als auch in der Qualität des Judo bewährt. Es hat den Verbänden, die keine Athleten in allen Kategorien registrieren konnten, ermöglicht, dennoch ihre besten Athleten zu entsenden. Um allen nationalen Verbänden die Möglichkeit zu geben, ihre besten Sportler, aus Respekt der Fairness, bei solchen Großveranstaltungen zu registrieren, ist es nun möglich, maximal zwei Athleten pro Gewichtsklasse zu nennen, aber die Delegation darf die Gesamtanzahl von neuen Kämpfern (9 Männer / 9 Frauen) nicht übersteigen. Diese Maßnahme wird nur leicht die Anazahl der Teilnehmer auf Ebene der Welmeisterschaften und Kontinentalmeisterschaften reduzieren.

Bezeichnung der World Cups:
Name: "Kontinental" Open von "Stadt". Z.B.: European Open von Rom, Asian Open Ulaanbaatar ...

Warum?
Die Welt-Judo-Tour besteht aus den Judo-Weltmeisterschaften, Senioren einzel, World Masters, Grand Slams, Grand Prix und World Cups. All diese Veranstaltungen sind maßgebend für die Weltrangliste und die Olympiaqualifikation. Die Weltmeisterschaften sind Veranstaltungen, die durch die Kontinentalverbände organisiert werden. Um daher das System zusammenhängend und verständlich und zum Höhepunkt der Arbeit der Kontitentalverbände zu machen, werden die Namen der World Cups ab 2013 geändert (in Kontinetal Open).

Tatami:
Bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Masters 10 x 10 m und mindestens 4 m Sicherheitsfläche. Auch für Kontinentalmeisterschaften empfohlen.

Warum?
In Hallen, welche es erlauben, um die maximale Ausübung und Sicherheit bei den wichtigsten weltweiten Wettbewerben zu gewährleisten. Bei allen anderen Wettkämpfen wird eine Kampffläche von 8 x 8 m sowohl für die Ausübung, als auch die Sicherheit ausreichend sein, solange es die Organisatoren erlauben, internationale Wettkämpfe auf Weltebene auszutragen.
In Bezug auf die Regeln ist eine 4 Meter breite Sicherheitsfläche erforderlich, damit eine innerhalb der Kampffläche begonnene Aktion, außerhalb abgeschlossen werden kann.

Ranglistenturniere:
Es kann nur ein jährliches Event mit IJF-Ranglistenpunkten durch das selbe Land organisiert werden, mit Ausnahme von Weltmeistersdchaften, Masters oder Kontinentalmeisterschaften. Die Weltrangliste wurde angepasst, siehe Anhang.

''Warum?
Wenn sie zum Beispiel einen Grand Prix organisieren, können sie im gleichen Land im selben Jahr keinen Grand Slam durchführen. Dies betrifft nicht die Weltmeisterschaften, die World Masters und die Kontintalmeisterschaften. Die Skala der Punkte bei den weltumspannenden Turnieren wurde angepasst (siehe Anhang) um einen klare Unterscheidung zwischen den Events zu kennzeichnen.''

Gebühren der Teilnehmerdelegationen:
Die Organisationsländer sollten für Länder, die keine Banküberweisungen tätigkeiten können, jedoch bei der Ankunft in Bar zahlen können, keine Strafgebühren verlangen. Andererseits sollten sie im Voraus das Organisationsland gut informieren und die Anazahl der Teilnehmer vor Ablauf der Frist bekanntgeben.

Warum?
Um Länder ohne Einrichtungen für Banküberweisungen nicht zu benachteiligen.

Einheitliches IJF-Wettkampfsystem:
Viertelfinale / letzten 8 / Hoffnungsrunde für alle IJF-Veranstaltungen (inklusive Master, GS und GP).

Warum?
Bei alle IJF-Veranstaltungen wird das Viertelfinal-Hoffnungsrunden-System übernommen. Folglich werden die drei Gewinner der letzten Kämpfe auf dem Podium stehen (anstelle eines im K.O.-System. Der einzige "Verlierer" ist der Silbermedaillengewinner). Es wird auch zu einem Anstieg des Interesses am Finalblock des Turnieres geben, dessen Ergebnisse aufgewertet werden. Schließlich gibt es eine zweite Chance für die Verlierer des Viertelfinales, unter Beibehaltung eines kompaktes Wettkampfsystems.

Information:
Die IJF organisiert auf jedem Kontinent ein internationales Kampfrichter- und Coaching-Seminar, um die neuen Regeln zu erklären und zu verdeutlichen. Die IJF lädt pro Nation 1 Kampfrichter und 1 Trainer (Unterkunft und Verpflegung) ein. Die Reisekosten werden von den Teilnehmern abgedeckt. Weitere Teilnehmer können auf Eigenkosten teilnehmen.

Die Originaldokumente in Englisch, Französisch und Spanisch können auf der Seite der IJF unter folgenden Links heruntergeladen werden:

[1]Die Internationale Judo Föderation hat die Änderungen der Wettkampfregeln für die olympische Periode 2013 - 2016 veröffentlicht.

Alle Vorschläge, die vom IJF-Expertenkommittee gemacht wurden, basieren auf der Meinung vieler internationaler Experten und gehen nun in die Probephase, die sich vom Grand Slam in Paris (9. und 10. Februar 2013) bis zu den Weltmeisterschaften in Rio (inklusive - 26. August bis 1. September) erstreckt.

Anlässlich des letzten Grand Slam in Tokyo hat der IJF-Präsident, Herr Marius L. Vizer, den langen Prozess zu diesen Veränderungen erklärt:
"Seit den Olympischen Spielen in London haben wir ein großes Brainstorming durchgeführt, das weit mehr Personen als die Mitglieder des Experten-Kommitees umfasste. Wir analysierten zunächst die Auswirkungen der Änderungen, die nach 2007 eingeführt wurden. Wir haben auch die kritischen Stimmen der Londoner Spiele untersucht. Dann haben wir Expertengruppen gebildet, darunter Kampfrichter, aber auch, und dies zum ersten Mal überhaupt, Trainer und frühere anerkannte Wettkämpfer. All diese Persönlichkeiten arbeiteten unter der Leitung des IJF Sport- und Kampfrichterdirekotrs und ich muss sagen, das Engagement aller war absolut.
Seit dem letzten Sommer und bis zum Ende der Londoner Spiele fanden zahlreiche Treffen statt, um die Zukunft des Judo festzulegen. Es wurde eine Welt-Judo-Tour eingerichtet, die Weltmeisterschaften sind nun ein jährliches Event, die Weltrangliste und die festgelegte Olympiaqualifikation wurden eingeführt ...
Es wurden auch auf der technischen Seite einige Änderungen vorgenommen. Diese Veränderungen haben es uns ermöglicht, Judo dramatischer und attraktiver zu machen. Diese Ergebnisse sollten uns aber nicht davon abhalten, zu analysieren, was funktioniert hat oder was nicht"
, sage Herr Vizer und fügte hinzu: "London war in organisatorischer Hinsicht ein echter Erfolg und Judo wurde in seiner ganzen Universalität mit 137 teilnehmenden Ländern gezeigt. Wir hatten hervorragende und großeartige Champions, welche die Judo-Botschafter auf der ganzen Welt sind. Wir hatten hohe Gäste, die unseren Sport in unserer Organisation genossen. Aber der Stress dieses übergroßen Wettbewerbes hemmte einige Judoka, die sich nicht im richtigen Licht zeigen konnten, während wir sehr positive Signale nach den Weltmeisterschaften in Tokyo und in Paris letztes Jahr erhielten."

Präsident Vizer erklärte auch einige wichtige Punkte, die während der Debatten aufgeworfen wurden: "Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass alle Beschlüsse durch den Vorstand einstimmung gefasst wurden und, dass von nun an alles getestet wird. Wenn wir somit feststellen, dass eine bestimmte Entscheidung nicht in die richtige Richtung geht, werden wir unseren Standpunkt überdenken. Es ist nichts endgültig, da wir uns nicht in einer Periode der Olympiaqualifikation befinden. Notwendig erachtete Änderungen können nur jetzt oder nie gemacht werden. Unser Ziel ist es, den Geist des Judo, die Neutralität der Kampfrichter, die Transparenz der Entscheidungen zu bewahren und das Notwenige zu tun, um das schöne und spektakuläre Judo zu fördern, bei dem der Ippon das ultimative Ziel ist. Judo ist per Definition der Weg der Anpassung. Wir könnten auch nichts tun, doch das ist nicht unsere Philosophie. Judo muss weiter angepasst werden, während es seine Wurzeln und lebendigen Werte beibehält."


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Zuletzt geändert am 01.12.2013 19:18 Uhr | Seitenaufrufe: seit 03.10.2013