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Wettkampfregeln

ARTIKEL

  1. Wettkampfflaeche
  2. Ausruestung
  3. Judoanzug
  4. Hygiene
  5. Kampfrichter und Offizielle
  6. Position und Funktion des Kampfrichters
  7. Position und Funktion der Aussenrichter
  8. Handzeichen
  9. Kampfbereich (gültige Fläche)
  10. Dauer des Kampfes
  11. Zeitunterbrechung
  12. Zeitsignal
  13. Osaekomi-Zeit
  14. Technik, die mit dem Zeitsignal zusammenfaellt
  15. Beginn des Kampfes
  16. Uebergang zu Newaza (Bodenarbeit)
  17. Anwendung von Mate (Warten)
  18. Sono-mama
  19. Ende des Kampfes
  20. Ippon
  21. Waza-ari
  22. Waza-ari awasete Ippon
  23. Yuko
  24. Osaekomi-waza
  25. Verbotene Handlungen und Strafen
  26. Nichtantreten und Aufgabe
  27. Verletzung, Krankheit oder Unfall
  28. Situationen, die von den Regeln nicht erfasst sind

Kampfrichterhandbuch

Anti-Doping



BudoWiki wurde erstellt von: Sensei

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IJF /

Annex 022013

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Gültig ab 1. Jänner 2014

WETTKAMPFREGELN 2014 - 2016

Ljubljana, 28. Oktober 2013 (Veröffentlich auf der EJU-Homepage am 27. November 2013)

"Rot" bedeutet neue Regeln oder Regelerklärung

Kampf- und Außenrichter

Drei Kampfrichter von einer anderen Nation als die beiden kämpfenden Athleten leiten jeden Wettkampf. Ein Kampfrichter auf der Matte mit einem Funkkommunikationssystem ist mit zwei Kampfrichtern am Tisch bei der Matte verbunden, welche mit einem Video-CARE-System unterstützt werden. Ein für die Kampfrichter gehandhabtes Rotationssystsem gewährleistet die Neutralität.

Die IJF-Jury interveniert nur, wenn ein Fehler korrigiert werden muss. Die Intervention und jede Änderung der Kampfrichterentscheidung durch die IJF-Jury werden nur in Ausnahmesituationen gemacht. Die IJF-Jury mischt sich nur ein, wenn sie es für notwendig erachtet.

Die IJF-Jury muss, wie die Kampfrichter, anderen Nationen angehören, als die Kämpfer auf der Matte. Es gibt kein Einspruchsrecht für Trainer, aber sie dürfen sich dem Tisch der IJF-Jury näheren, um die Gründe für die Änderung der endgültigen Entscheidung zu verfolgen.

Es muss ein Ausbildungssystem geben, welches das Niveau und die Einheitlichkeit der Kampfrichter verbessert. Es werden Seminare mit Kampfrichtern und Trainern zusammen organisiert.

Technische Bewertung

Ippon:

Um die Bedeutung anzuheben sollen nur Techniken berücksichtigt werden, die eine tatsächliche Landung auf der Matte mit dem Rücken beinhalten. Wird die Landung gerollt, ohne eigentlichen Aufprall, ist es nicht möglich die Technik mit Ippon zu bewerten. Dieser Punkt ist sehr wichtig und muss während der gesamten Periode der Olympiaqualifikation konsequent beachtet werden.

Yuko:

Artikel 24 a)

Wenn ein Wettkämpfer seinen Gegner mit Kontrolle wirft und der Gegner fällt auf die Seite des Oberkörpers soll Yuko gegeben werden.

Strafen

Während des Kampfes gibt es drei Shidos und das vierte ist ein Hansoku-make (3 Verwarnungen und dann die Disqualifikation). Shidos bringen dem anderen Kämpfer keine Punkte, nur technische Wertungen werden auf der Anzeigetafel angezeigt. Bei Gleichstand auf der Anzeigetafel, gewinnt am Ende des Kampf derjenige mit der geringeren Anzahl an Shidos. Geht der Kampf im Golden Score weiter, verliert derjenige, der als erstes Shido, oder gewinnt derjenige, der die erste technische Wertung erhält.

Shido wird dem Kämpfer an Ort und Stelle gegeben, ohne dass beide Kämpfer zu ihrer Ausgangsposition zurückkehren (Mate - Shido - Hajime), außer wenn ein Shido für das Verlassen der Wettkampffläche gegeben wird.

Bestrafung mit Shido

  • Den Griff mit zwei Händen zu lösen.
  • Den Kragen der Judogi-Jacke abzudecken, um den Griff zu verhindern.
  • Dem Cross-Griff muss ein sofortiger Angriff folgen. Es wird dieselbe Regel wie für das Ergreifen des Gürtels oder einseitiges Fassen angewendet.
    Die Kampfrichter sollen die Kämpfer streng bestrafen, die nicht rasch in einer Kumi-kata greifen, oder die versuchen, das Greifen des Gegners zu verhindern. Wenn einer der Kämpfer die Kumi-kata während der Periode des Greifens zweimal bricht, dann erhält er das dritte Mal ein Shido.
  • Pistolen- und Taschengriff am Ärmelende ohne unmittelbaren Angriff wird durch Shido bestraft.
  • Umklammern des Gegners, um diesen zu werfen (Bärenklammer). Es ist kein Shido, wenn der Kämpfer eine Kumi-kata mit mindestens einer Hand hat.
  • Den Gegner mit einem oder beiden Armen zu zwingen, eine gebeugte Position einzunehmen ohne sofort anzugreifen, wird bei einer blockenden Haltung mit Shido bestraft.
  • Das Handgelenk oder die Hände des Gegners nur deshalb zu ergreifen, um den Griff oder den Angriff zu vermeiden, wird mit Shido bestraft.
  • Scheinangriff (falsche Attacke) wird mit Shido bestraft. Falsche Attacken werden wie folgt definiert:
    • Tori hat nicht die Absicht zu werfen.
    • Tori greift ohne Kumi-kata an, oder löst die Kumi-kata sofort.
    • Tori macht einen einzelnen oder mehrere Angriffe ohne das Gleichgewicht von Uke zu brechen.
    • Tori setzt ein Bein zwischen die Beine von Uke, um einen möglichen Angriff zu blockieren.
    • Ein Fuß außerhalb der Kampffläche ohne sofort anzugreifen oder nicht sofort innerhalb der Kampffläche zurückzukehren wird mit Shido bestraft. Zwei Füße außerhalb der Kampffläche wird durch Shido bestraft. Wird der Kämpfer durch seinen Gegner aus der Kampffläche geschoben, wird sein Gegner mit Shido bestraft.
      (Wenn die Kämpfer die Kampffläche verlassen, werden sie nicht mit Shido bestraft, wenn der Angriff aus einer gültigen Position erfolgte.)

Bestrafungen mit Hansoku-make

Alle Angriffe und Blocks in Tachi-waza mit einer oder zwei Händen oder mit einem oder beiden Armen unterhalb des Gürtels werden mit Hansoku-make bestraft. Es ist nur erlaubt das Bein zu greifen, wenn beide Kämpfer in einer eindeutigen Ne-waza-Postion sind und die Aktion in Tachi-waza beendet ist.

Osaekomi, Kansetsu-waza und Shime-waza

Osaekomi wird auch außerhalb der Kampffläche fortgesetzt, so lange Osaekomi innerhalb angesagt wurde. Osaekomi von 10 Sekunden wird mit Yuko, von 15 Sekunden mit Waza-ari und von 20 Sekunden mit Ippon bewertet.

Osaekomi außerhalb der Kampffläche: Wenn die Wurfaktion außerhalb der Kampffläche abgeschlossen wird und sofort einer der Kämpfer Osaekomi, Shime-waza oder Kansetsu-waza ansetzt, wird diese Technik als gültig betrachtet. Wenn während Ne-waza Uke mit einer der genannten Techniken ohne Unterbrechnung die Kontrolle übernimmt, ist auch diese gültig. Kansetsu-waza und Shime-waza, die innerhalb der Kampffläche begonnen und beim Gegner als wirksam erachtet wird, kann fortgesetzt werden, auch wenn die Kämpfer außerhalb der Kampffläche sind.

Artikel 26: Osaekomi

Der haltende Kämpfer muss seinen Körper entweder in einer Kesa-, Shiho- oder Ura-Postition haben, das heißt, ähnlich den Techniken Kesa-gatame Kami-shiho-gatame oder Ura-gatame. Die Ura-Position ist nun gültig.

Artikel 27

Punkte 14 und 18 werden streng beobachtet, dass Shime-waza nicht erlaubt ist, mit dem eigenen oder dem Gürtel oder Jackenende des Gegners, oder nur mit den Fingern, auszuführen.

Kadetten - U18

Kansetsu-waza ist für Kadetten zugelassen.

Verliert ein Kadett während Shime-waza sein Bewusstsein, ist es ihm nicht mehr erlaubt, den Wettbewerb fortzusetzen.

Die Sportkommission beobachtet das Wettkampfsystem für Kadetten. Doppelte Hoffnungsrunde oder ein anderes System werden angewendet, um für diese Alterskategorie die Möglichkeit für mehr Wettkämpfe zu haben.

Verbeugung:

Beim Betreten des Tatami-Bereiches sollen die Kämpfer gleichzeitig bis zur Kampffläche gehen und innherhalb der Kampffläche sich zueinander verbeugen.

Die Kämpfer dürfen sich VOR Beginn des Wettkampfes nicht die Hände schütteln. Wenn die Athleten die Matte verlassen, müssen sie ihren Judogi in der richtigen Weise tragen und dürfen nicht irgendeinen Teil des Judogi oder den Gürtel entfernen, bevor sie das FOP (Spielfeld = Field Of Play) verlassen.

Dauer des Kampfes

Kein Zeitlimit für Golden Score (Hantei wird abgeschafft). Die Kampfzeit beträgt:

  • Senioren Männer: fünf Minuten
  • Senioren Frauen: vier Minuten
  • Junioren und Kadetten: keine Änderung

Abwaage

Die offizielle Abwaage für Senioren und Junioren findet einen Tag vor dem Wettkampf statt. Stichprobenartige Gewichtskontrollen nach den Regeln der offiziellen Abwaage können vor den ersten Kämpfen am Morgen des Wettkampfes stattfinden. Das Gewicht der Athleten darf nicht mehr als 5% (ohne Judogi) höher sein, als das offizielle maximale Gewichtlimit der Kategorie.

D.h.: Ein -100-kg-Kämpfer kann maximal 105 kg ohne Judogi wiegen. (Dies kann vor Beginn der olympischen Qualifikationsperiode geändert werden - 30. Mai 2014). Die Abwaage für Kadetten findet am Morgen des gleichen Tages für den Wettkampf statt. Bei Mannschaftsbewerben findet die Abwaage einen Tag vor dem Wettkampf statt. Bei Wettkämpfern, die NICHT bei Einzelbewerben antreten, muss das Gewicht innerhalb des Gewichtslimits der Kategorie liegen. Für jene Wettkämpfer, die bei Einzelbewerben antreten, gibt es eine zulässige Toleranz von 2 kg.

Doping-Verstoß

Im Falle einer Disqualifiktion wegen eines Doping-Verstoßes, verliert der Athlet seine Einstufung und Medaille. Wo immer eine neue Einstufung möglich ist, entscheidet die IJF.

Judogi

Ein System für eine genauere Messung der Judogi läuft.

Weltrangliste für Kampfrichter

Es wird drei verschiedene Klassifizierungen von Kampfrichtern geben (ca. 20 pro Gruppe), die regelmäßig aktualisiert werden. Die WRL der Kampfrichter startet nach dem Grand Prix 2013 von Abu Dhabi und wird auf der IJF-Webseite veröffentlicht. Die offizielle Sprache der Kampfrichter ist Englisch. Allerdings können unter bestimmten Umständen auch Französisch und Spanisch (die offiziellen Sprachen der IJF) von der IJF definiert werden.

Weltrangliste für Kadetten und Junioren

Die WRL für die Kategorien der Kadetten und Junioren startet am 1. Jänner 2014 und dient der Auslese für die IJF-World Tour für Kadetten und Junioren. Bei den nächsten Weltmeisterschaften der Kadetten 2015 wird es auch einen Mannschaftsbewerb geben.

Information

Die IJF organisiert drei internationale Kampfrichter- und Trainerseminare - Europa (Malaga, 10.-11. Jänner 2014), Asien (Abu Dhabi, 24.-25. Jänner 2014) und Pan Amerika (Miamai, 17.-18. Jänner 2014), um die neuen Regeln zu erklären und aufzuklären. Die IJF lädt 1 Kampfrichter und 1 Nationaltrainer aus jeder Nation ein (Unterkunft und Verpflegung). Die Reisekosten tragen die Delegationen. Weitere Teilnehmer können auf Eigenkosten teilnehmen.

Hier kann das Originaldokument in englischer Spracher heruntergeladen werden!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit 1. Jänner 2014 gelten neue IJF-Wettkampfregeln.
Gemäß ÖJV-Vorstandsbeschluss vom 6. Jänner 2014 werden diese Regeln mit sofortiger Wirkung für sämtliche Bewerbe in Österreich umgesetzt. Einzige Ausnahme bildet die Regel bezüglich Judogi. Für Österreichische Bewerbe (Staatsmeisterschaften, Bundesliga, ÖM's) gelten für das ganze Jahr 2014 die Regeln des Vorjahres (siehe Anhang). Im Unterschied zum Vorjahr gibt es allerdings kein Umziehen mehr. Kommt ein Sportler auf die Matte und es stellt sich bei der Sokuteiki-Messung heraus, dass der Judogi nicht regelkonform ist, erhält der/die Judoka sofort Hansokumake. Der ÖJV und insbesondere das Kampfrichterreferat werden im Rahmen folgender Termine über die neuen Regeln informieren:

  • Landeskampfrichterkurs B/K/Stmk: 17./18. Jänner 2014
  • Trainingslager Rauris: Sonntag, 19. Jänner 2014
  • Landeskampfrichterkurs Wien: 25. Jänner 2014
  • Landeskampfrichterkurs NÖ: 26. Jänner 2014
  • weitere KR-Seminare werden in Kürze über die LV ausgeschrieben.
  • Staatsmeisterschaft Gmunden: Unmittelbar nach der Auslosung am Freitag, den 31. Jänner werden ebenfalls die wichtigsten Neuerungen erklärt.

Beste Grüße,
Albert Gmeiner,
Martin Poiger,
Gerhard Jungwirth,
Roland Poiger

(Aussendung mittels Rundschreiben (Mail) vom 14.01.2014.)

Unterlagen

Die wichtigsten Punkte der neuen Wettkampfregeln und ihre Auslegung, so wie diese vom ÖJV ab sofort angewendet werden, können hier heruntergelanden werden.

(Versendet vom ÖJV mit Newsletter am 24.01.2014.)

Youtube-Videos

Zur Erklärung der neuen Wettkampfregeln

Die IJF hat am 13.01.2014 drei Videos vom Internationalen Kampfrichterkurs in Malaga veröffentlicht. Sie dienen zur besseren Veranschaulichung über die Auslegungen der neuen Regeln.

Zusätzliche werden die neuen Auslegungen per Video hier präsentiert.


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Zuletzt geändert am 18.07.2014 15:47 Uhr | Seitenaufrufe: seit 03.10.2013